Arbeit.Klima. Zukunft
Tierhaltung im Wandel aus Sicht von Beschäftigten
Autor*innen: Maximilian Ahlert, Christa Gotter, Alexandra Voivozeanu, Katharina Varelmann
Wie erleben Beschäftigte in der Tierhaltung den Wandel ihrer Branche?
Die vorliegende Studie untersucht erstmals die Arbeitsbedingungen abhängig Beschäftigter in der Tierhaltung in Deutschland sowie ihre Perspektiven auf anstehende Transformationsprozesse.
Sie zeigt: Die Beschäftigten identifizieren sich stark mit ihrem Beruf und empfinden ihre Arbeit mit den Tieren als sinnstiftend. Gleichzeitig ist ihr Arbeitsalltag häufig von Personalmangel, Zeitdruck, langen Arbeitstagen, niedrigen Löhnen sowie zunehmend von Hitzebelastung und Extremwetterereignissen geprägt.
Viele Beschäftigte fühlen sich in den Debatten um die Zukunft der Tierhaltung kaum einbezogen. Dabei verfügen gerade sie über wertvolles Erfahrungswissen – von der Arbeitsorganisation bis zum Umgang mit den konkreten Herausforderungen des Klimawandels.
Die Studie beleuchtet außerdem die Situation migrantischer Beschäftigter, die eine immer wichtigere Rolle bei der Sicherung des Arbeitskräftebedarfs spielen. Gleichzeitig sind sie überdurchschnittlich häufig von prekären Beschäftigungsverhältnissen und hoher Abhängigkeit von ihren Arbeitgebern betroffen.
Die Ergebnisse machen deutlich: Eine Transformation der Tierhaltung hin zu einem nachhaltigen Ernährungssystem kann nur gelingen, wenn gute Arbeit und Mitbestimmung realisiert und die Beschäftigten aktiv in die Gestaltung des Wandels einbezogen werden. Als bedeutende Gruppe sind es die Beschäftigten, die die Veränderungen im Arbeitsalltag mittragen und umsetzen. Ihr Erfahrungswissen ist eine zentrale Ressource für die Zukunft der Landwirtschaft.
Begleitend zur Studie laden wir zu Vorträgen, Austausch und einer Fotoausstellung ein.